Verfahren

Vor der Operation werden Ihr Blutbild und die Blutgerinnung untersucht. Außerdem sollten Sie für die Dauer von 14 Tagen vor der Operation keine ASS enthaltende Schmerzmittel, wie Aspirin™ einnehmen, da diese die Blutgerinnung verzögern.
Auch auf Alkohol, Schlafmittel und Nikotin sollten Sie weitgehend verzichten.

Bei extremen Fettgewebsmengen kann eine Eigenblutspende vier Wochen vor der Operation zu Ihrer Sicherheit und dem Heilungsverlauf beitragen.

In der Regel sind eine Vollnarkose und ein stationärer Krankenhausaufenthalt erforderlich, der entsprechend der Ausdehnung der operativen Bereiche zwischen 1 und 3 Tagen beträgt. Nur kleine Hautstraffungen können auch mal in örtlicher Betäubung und ambulant vorgenommen werden.

Noch bevor der Anästhesist die Narkose einleitet, werden die Bereiche, die entfernt werden sollen, vermessen und markiert. Die Haut wird dann zur OP-Vorbereitung mehrfach desinfiziert. Durch gefäßaktive Lösungen kann die Blutung während der Operation stark vermindert werden. An den Oberarmen wird die Naht innenseitig, von der Achselhöhle bis zum Ellenbogen geführt. Hierbei wird Haut- und Fettgewebe spindelförmig entfernt. Behandlungsalternativen gibt es bei der Oberarmstraffung nicht. Gelegentlich kann der Eingriff durch eine Fettabsaugung unterstützt werden. Gleichzeitig mit dem Vernähen der Wundränder wird die verbleibende Haut gestrafft.
Damit sich keine Blutergüsse oder Wundsekrete stauen, werden ein bis mehrere Tage Vakuumschläuche (Redondrainagen) gelegt. Noch in Narkose wird der Verband fertig angelegt.

Unmittelbar nach der Operation werden Sie Schmerzmittel benötigen, die Ihnen die nötige Ruhe und Entspannung für die Heilung verschaffen sollen. Gegen Blutgerinnsel und Embolien werden Thrombosestrümpfe angelegt oder auch vorbeugende Mittel verabreicht. Die Wundheilung der Haut und das Abklingen der Schwellung benötigt 10 – 14 Tage, die endgültige Abheilung ist jedoch erst nach mehreren Wochen zu erwarten.

Die Ausheilung ist durch eine Hautpflege, z.B. mit Panthenol-Salben und leichte Kompression mit Bodies oder Kompressionsbandagen zu unterstützen. Diese sollten Sie 6 Wochen lang tagsüber tragen. Mit kalten Duschen können Sie die Durchblutung anregen und die Heilung unterstützen. resorbierbare Hautnähte lösen sich selbst auf, andere Fäden werden nach 3 – 6 Wochen entfernt. Über weitere Maßnahmen zu Ihrer individuellen Nachbehandlung werden Sie vor der Klinikentlassung informiert.

In den ersten 6 – 8 Wochen sollten Sie sich vorsichtig bewegen und übermäßige ruckartige Spannungen der Nahtlinien vermeiden.
Ihre Arbeitsfähigkeit ist meistens nach 3 Wochen wiedererlangt. Sportliche Aktivitäten können nach 5 Wochen langsam gesteigert werden.

Anästhesie: Narkose
  
OP-Dauer: ca. 2 – 3 Stunden
Behandlung: mind. 1 Nacht stationär
Fit für die Arbeit: nach ca. 7 Tagen (bei schweren Tätigkeiten länger)
Gesellschaftsfähig: nach 48 Stunden
Sport: nach ca. 6 Wochen
Sonnenbäder: nach ca. 6 Wochen
Sauna: nach ca. 6 Wochen
Finanzierung: >>> mehr